caféstein

Über uns: ein Wiener Kaffeehaus seit 1985

Das Café Stein ist ein Kaffeehaus am Schottentor im 9. Wiener Gemeindebezirk, gegenüber der Votivkirche und wenige Gehminuten von der Universität Wien. Ossi Schellmann eröffnete es 1985 in einem ehemaligen Waschsalon, gestaltet vom Architekten Gregor Eichinger. Seit 2003 führt Marcel Gega das Haus: 200 Plätze auf drei Ebenen, 200 im Gastgarten, Frühstück bis in den Nachmittag, warme Küche bis 23 Uhr und im Untergeschoss der Veranstaltungsraum Stein's Diners.

Vom Waschsalon zum Kaffeehaus

In den 1950er-Jahren war an der Ecke Währinger Straße das Schuhhaus „Zur Robbe" zu Hause, danach ein Waschsalon. 1985 machte Ossi Schellmann daraus ein Kaffeehaus. Schellmann hatte fünf Jahre zuvor den Club U4 gegründet und wollte, wie er zum 40. Geburtstag des Hauses sagte, „ins Tagesgeschäft umsatteln". Die Eröffnung fand um vier Uhr früh statt, „wobei sich die Gäste, die ins Büro gingen, mit den Nachtschwärmern aus dem U4 vermischten".

Die Einrichtung stammt von Gregor Eichinger, dem Architekten des Büros Eichinger oder Knechtl, für den das Café Stein das erste Lokal war. Viele weitere folgten, darunter das Palmenhaus im Burggarten. Der FALTER schrieb 2012, die damals unverkennbare Achtziger-Stilistik sei „längst zeitlos". Von Beginn an gab es hier Fotoausstellungen, Lesungen und Modeschauen; 1995 eröffnete Schellmann im Café Stein die erste Internetbar Österreichs. 2003 übergab er das Haus, seither führt es Marcel Gega.

Das Haus

Drei Ebenen mit 200 Plätzen, verbunden durch die rote Treppe: unten die Schank und die hohen Fenster zur Währinger Straße, dazu Sandsteinwände, Holz und die blauen Bänke. Der Gastgarten unter den Bäumen der Währinger Straße hat weitere 200 Plätze, ist von März bis November offen, teilweise überdacht, und blickt auf die Türme der Votivkirche. 2023 eröffnete Bürgermeister Michael Ludwig hier die Wiener Schanigarten-Saison.

Im Untergeschoss liegt Stein's Diners, der Raum für Feiern mit bis zu 100 Gästen, mit eigener Bar, Beamer, Mikrofon und Musikanlage.

Gastraum des Café Stein mit dem Schriftzug an der Decke und blauen Sitzbänken Rot ausgelegtes Stiegenhaus des Café Stein mit Pflanze und Sitzplätzen

Vierzig Jahre in acht Zeilen

1950er
An der Ecke ist das Schuhhaus „Zur Robbe" zu Hause, später ein Waschsalon.
1985
Ossi Schellmann eröffnet das Café Stein, gestaltet von Architekt Gregor Eichinger. Die Eröffnung beginnt um vier Uhr früh.
1987
Stein's Diner kommt dazu, im selben Eckhaus an der Kolingasse.
1988 bis 1998
Fotoausstellungen unter dem Titel „Blitzkontakte", dazu Lesungen, Modeschauen und Partys.
1995
Die erste Internetbar Österreichs geht im Café Stein in Betrieb.
2003
Schellmann übergibt das Haus; seither führt Marcel Gega das Café Stein.
2023
Bürgermeister Michael Ludwig eröffnet die Wiener Schanigarten-Saison im Gastgarten des Café Stein.
2025
Vierzig Jahre Café Stein: Feier am 12. Juni mit über 250 Gästen, moderiert von Eva Pölzl.

Küche

Die Karte hat 189 Positionen, von der Handsemmel bis zum Wiener Schnitzel vom Kalb. Herkunft steht auf der Karte: Bio-Eier, Sauerteigbrot von der Bäckerei Schmidl in der Wachau, Beinschinken vom Thum, Wiener Gemischter Satz vom Weingut Christ. Bei jedem Gericht stehen die Allergene, vegetarische und vegane Gerichte sind gekennzeichnet. Zur Speisekarte

Lernen und Arbeiten im Stein

Gratis WLAN, 200 Plätze auf drei Ebenen und Öffnungszeiten Mo–Mi 8–24 Uhr, Do–Sa 8–1 Uhr, So & Feiertag 9–23 Uhr: Das Hauptgebäude der Universität liegt sieben Gehminuten entfernt, NIG und Juridicum fünf. Wer mit dem Laptop kommt, findet auf der oberen Ebene meist einen ruhigen Tisch; Frühstück gibt es werktags bis 11.30 Uhr, das Mittagsmenü ab 11 Uhr.

Wer hier ein und aus ging

Zu den frühen Gästen gehörten laut der Presseaussendung des Hauses Karl Schwarzenberg, Claus Peymann, Elfriede Jelinek, Elfie Semotan, Eva Pölzl und Andreas Vitásek. Der Kabarettist Gunkl arbeitete im Stein als Kellner, bevor er auf die Bühne ging. Porträts in der Galerie

Auf einen Blick

Adresse
Währinger Straße 6-8, 1090 Wien
9. Bezirk, direkt am Schottentor
Geöffnet
Mo–Mi 8–24 Uhr, Do–Sa 8–1 Uhr, So & Feiertag 9–23 Uhr
Warme Küche Mo–Sa 8–23 Uhr, So & Feiertag 9–22 Uhr
Frühstück
Mo–Fr 8–11.30 Uhr, Sa 8–16 Uhr, So & Feiertag 9–16 Uhr
Mittagsmenü werktags ab 11 Uhr
Plätze
200 innen auf drei Ebenen, 200 im Gastgarten
Gastgarten März bis November, teilweise überdacht
Anfahrt
U2 Schottentor, Straßenbahn D, 1, 71 und 37 bis 44, Bus 1A und 40A
Votivkirche 3 Gehminuten, Universität Wien 7
Kontakt
+43 1 319 72 41
office@cafestein.at

Häufige Fragen zum Haus

Seit wann gibt es das Café Stein, und wer hat es gegründet?
Seit 1985. Gründer ist der Gastronom Oswald „Ossi" Schellmann, der zuvor den Club U4 aufgebaut hatte. Das Lokal gestaltete Architekt Gregor Eichinger; es war sein erstes.
Wer führt das Café Stein heute?
Seit 2003 Marcel Gega. Betreibergesellschaft ist die Cafe Stein BetriebsgesmbH mit Sitz an der Währinger Straße 6-8.
Ist das Café Stein ein klassisches Wiener Kaffeehaus?
Ein Wiener Kaffeehaus mit Baujahr 1985: Melange, Semmel und Zeitung gibt es wie überall, dazu eine Einrichtung aus den Achtzigern, die der FALTER 2012 „längst zeitlos" nannte, eine Küche bis 23 Uhr und Frühstück bis in den Nachmittag.
Wie lange darf man mit einer Melange sitzen bleiben?
So lange Sie möchten. Das Haus hat 200 Plätze auf drei Ebenen und gratis WLAN; viele Gäste arbeiten oder lernen hier den halben Tag.
Welche bekannten Gäste kamen ins Café Stein?
Laut Presseaussendung des Hauses zum 40. Geburtstag gehörten Karl Schwarzenberg, Claus Peymann, Elfriede Jelinek, Elfie Semotan, Eva Pölzl und Andreas Vitásek zu den frühen Gästen. Der Kabarettist Gunkl arbeitete im Stein als Kellner, bevor er auf die Bühne ging. Einige davon zeigt die Galerie.